Neue Ausstellung: „Tomás Saraceno.Celestial Swimmers“ in der Brainlab Firmenzentrale in München

Die Ausstellung "Tomás Saraceno. Celestial Swimmers" in der Brainlab Firmenzentrale verbindet Kunst, Wissenschaft und Architektur.
Seit dem 23. Oktober 2026 präsentiert das Brainlab Culture Program die Ausstellung „Celestial Swimmers“ des Künstlers Tomás Saraceno in der Brainlab Firmenzentrale. Begleitend zur Ausstellung „Tomás Saraceno in collaboration. Verwobene Welten“ im Haus der Kunst München, verbindet sie Kunst, Wissenschaft, und Architektur mit dem Wissen früherer Generationen. „Celestial Swimmers“ umfasst schwebende Skulpturen, Zeichnungen aus Atemluft, Spinnennetzkarten und Salzformationen, mundgeblasenes Glas, Fotografien und Film. Damit bewegt sich die Ausstellung zwischen mikroskopischen und planetaren Dimensionen, vom ehemaligen Flugfeld in München-Riem bis zu den Salzebenen von Salinas Grandes im nördlichen Argentinien. Entlang dieser Fäden thematisiert sie, wie sich unser Blick ändert, wenn Luft, Wasser und Wissen nicht als Ressourcen gelten, sondern als etwas, das wir mit anderen teilen.
Die Ausstellung ist jeden Freitag nach vorheriger Anmeldung kostenfrei zugänglich. Auch öffentliche Führungen werden angeboten. Mehr Informationen unter brainlab-culture-program.com.
Neue Perspektiven zwischen Kunst und Wissenschaft bei Brainlab
Die Brainlab Firmenzentrale befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens München-Riem, dessen historischer Kontrollturm bis heute Teil des Gebäudes ist. Dort, wo einst Flugrouten vom Boden aus gelenkt wurden, schweben heute zwei Skulpturen über dem Atrium. Halb verspiegelt, halb transparent, sind sie Prototypen aerosolaren Fliegens. Entwickelt hat sie der Künstler Tomás Saraceno, in Fortführung von Forschungen, die die französische Raumfahrtagentur CNES bereits in den 1970er-Jahren begonnen hatte. Im Freien und in größerem Maßstab steigen solche Skulpturen auf, sobald die Sonne die Luft in ihrem Inneren erwärmt. Nachts speichert ihre Hülle die Wärme, die die Erde abgibt. Getragen von diesem Austausch zwischen Sonne und Erde treiben sie mit den Strömen des Windes, frei von fossilen Brennstoffen.
Diesem Prinzip folgt Aerocene, eine von Saraceno 2015 gegründete Community und ökosoziale Bewegung. Sie schlägt eine Ära der Komplementarität vor: ein Bewegen mit der Atmosphäre und ihren Lebewesen statt gegen sie. Ihre Vision ist ein aero-nomadisches Leben in schwebenden Cloud Cities, Lebensräumen, die wie Seifenblasen wachsen und ineinander übergehen. In der Ausstellung kehren deren Formen in gebündelten Wolkenmodulen und in Zeichnungen aus Atemluft wieder. Der Aerocene Float Predictor, entwickelt während eines Forschungsaufenthalts des Künstlers am MIT, übersetzt offene meteorologische Daten in mögliche Reiserouten.
Von der Synapse bis zur Galaxie
Auch Spinnennetze schweben durch die Ausstellung. Saraceno und zahlreiche Arachnolog:innen verstehen das Netz als Erweiterung der Sinne der Spinne. Manche gehen so weit, es als Erweiterung ihres Geistes zu begreifen. Nahezu blind, erschafft sich die Spinne ein Bild der Welt aus den Schwingungen, die sie über ihre Fäden sendet und empfängt. Auf Papier fixiert und nach fernen Nebeln und Galaxien benannt, machen Saracenos Spider/Web Maps diese hauchzarten Architekturen sichtbar. In einem Gebäude, in dem die Bahnen des menschlichen Gehirns kartiert und navigiert werden, erinnern sie an die Konnektome, jene Landkarten neuronaler Verknüpfungen, die Neuronen zu Gedanken verweben.
El Santuario del Agua
Im konzeptuellen Zentrum der Ausstellung steht El Santuario del Agua (Das Heiligtum des Wassers), das Saraceno gemeinsam mit den elf indigenen Gemeinschaften des Red-Atacama-Netzwerks in Salinas Grandes entwickelt hat. Entstanden auf Wunsch der Gemeinschaften und vollständig in deren Besitz und Verantwortung, wird diese dauerhafte Skulptur mit Salz und Wasser nach traditionellen andinen Techniken errichtet. Sie soll ein Ort sein, an dem eine andere Kosmovision geteilt wird. Eine, in der Wasser keine Ressource, sondern ein lebendiges, heiliges Wesen ist und in der Besucher:innen nach den Bedingungen der Gemeinschaften willkommen sind, zum Schutz für die fragilen Wasserkreisläufe der Salzwüsten angesichts der zunehmenden Lithiumgewinnung.
Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen. Senden Sie zur Terminvereinbarung und für Bildmaterial gerne eine Anfrage an culture.program@brainlab.com.
Brainlab ist Ausstellungspartner von „Tomás Saraceno in collaboration. Verwobene Welten“ (17.7.26–7.2.27) im Haus der Kunst München.
Brainlab
Brainlab digitalisiert medizinische Abläufe von der Diagnose bis zur Therapie, um Ärzt:innen und Patient:innen bessere Behandlungsmöglichkeiten zu bieten. Das innovative Ökosystem von Brainlab bildet die Grundlage für moderne Medizin in 4000 Krankenhäusern in Ländern. Das vor über 36 Jahren in München gegründete Unternehmen beschäftigt ca. 2100 Mitarbeiter:innen an 23 Standorten.
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Brainlab Culture Program
Mit dem Brainlab Culture Program nimmt das High-Tech-Unternehmen zudem seine gesellschaftliche Verantwortung im Bereich Kunst und Kultur wahr – und initiiert kreative Projekte mit prominenten Persönlichkeiten und Institutionen der Kunst- und Kulturszene. Ziel ist es, die persönliche und thematische Zusammenarbeit von kreativen Akteur:innen, künstlerischer Exzellenz und innovativen Institutionen im Zusammenspiel mit unserem Unternehmen zu fördern.
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